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Es gibt diesen Moment, in dem man merkt: So wie früher geht es nicht mehr. Kein Platz für Verstärker, Lautsprecher und Kabelsalat. Keine Lust auf drei Geräte, vier Kabel und eine Anleitung, die klingt wie ein Physikbuch. Aber die Platten stehen da – und die Playlists auch. Die Lösung, die viele suchen, sind Plattenspieler mit eingebauten Lautsprechern. Und die Lösung, die viele dann finden, heißt Sonos, Marshall oder Crosley.
Dabei gibt es eine Option dazwischen: die Lenco LS-Serie. Wir schauen uns an, warum gerade das LS-480WD, das LS-500OK und das LS-410WA für viele die schlauere Wahl sind – und wo sie ehrlich gesagt nicht ganz mithalten können.
Wer heute auf der Suche nach einem All-in-One-System ist, landet schnell bei drei Namen: Sonos, Marshall, Crosley. Alle haben ihre Berechtigung. Aber alle haben auch eine Schwäche:
Die Lenco LS-Serie bietet etwas, das keiner der drei so liefert: echten Vinyl-Sound, integrierte Lautsprecher, Bluetooth und einen Preis, der weh tut, wenn man ihn falsch investiert. Und das Ganze auf einer Basis, die seit 1946 HiFi baut und nicht erst seit gestern Mikro-Systeme zusammenschraubt.
Die Auswahl ist nicht zufällig. Ich habe absichtlich drei Modelle genommen, die sich nicht in der Zielgruppe überschneiden: eins für den klassischen HiFi-Look, eins für den kompakten Aufbau, eins für den maximalen Klang pro Euro.
Das LS-480WD ist der typische „Plattenspieler mit Verstärker und zwei Lautsprechern“. Holzgehäuse, Riemenantrieb, integrierte Lautsprecher, Bluetooth-Sender und -Empfänger. Preis: 374,99 €. Mit 4,5 Sternen bei 161 Bewertungen ist es der Bestseller der Serie.
Stärke: Der Klang ist für ein All-in-One-System überraschend rund. Die Lautsprecher sind nicht nur Beigabe, sondern können einen kleinen Raum füllen. Der Bluetooth-Sender ist praktisch, wenn man die Platten an eine größere Anlage weiterschicken will.
Schwäche: Kein DAB+, kein USB. Wenn du Radio hören willst, brauchst du ein separates Gerät.
Das LS-500OK ist die etwas modernere Schwester mit gleichem Preis, 4,5 Sternen bei 161 Bewertungen. Hier steht der „OK“-Zusatz für einen etwas kräftigeren Tiefton, was bei kleinen Räumen schnell den Unterschied macht.
Stärke: Etwas mehr Druck untenrum, kompakter als das 480WD, gleicher Preis.
Schwäche: Ebenfalls kein DAB+, kein USB. Und der Klang ist minimal basslastiger – für Klassik oder Akustik nicht immer die erste Wahl.
Das LS-410WA kostet 274,99 € – satte 100 € weniger als die beiden anderen – und hat trotzdem vier Lautsprecher, Bluetooth und Walnuss-Furnier. 4,4 Sterne bei 95 Bewertungen.
Stärke: Vier Lautsprecher statt zwei sorgen für eine breitere Bühne. Der Preis ist konkurrenzlos in dieser Klasse.
Schwäche: Kein Bluetooth-Sender (nur Empfänger), also nichts für Leute, die den Ton an eine externe Anlage weiterleiten wollen.
Um es klar zu sagen: Ein Lenco LS-480WD für 374 € klingt nicht wie eine Pro-Ject Debut EVO 2 mit einem Verstärker für 500 €. Das wäre auch unfair. Der Vergleich muss anders laufen: Was bekommt man für 274 bis 375 €, wenn man ein komplettes System will?
Bei Sonos bekommst du für das Geld einen einzelnen Lautsprecher ohne Plattenspieler. Bei Marshall bekommst du einen Bluetooth-Lautsprecher ohne Plattenspieler. Bei Crosley bekommst du einen Plattenspieler mit eingebauten Lautsprechern, aber mit einem Tonabnehmer, der für empfindliche Platten nicht ideal ist. Bei Lenco bekommst du einen Plattenspieler mit Riemenantrieb, einem vernünftigen Tonarm, Bluetooth und zwei (oder vier) Lautsprechern – und das alles auf einem Holzgehäuse, das auch nach fünf Jahren noch aussieht wie ein Möbelstück und nicht wie ein Gadget.
Manchmal ist die ehrlichste Antwort: Wenn du bereit bist, mehr auszugeben, bekommst du deutlich mehr Klang. Wer sich nicht mit einem All-in-One-System zufriedengeben will, für den sind diese drei Wege interessant:
Der Punkt ist nicht, dass diese Alternativen besser sind. Der Punkt ist: Sie sind für eine andere Aufgabe gebaut. Wer einfach Musik hören will – Platten, Playlists, Radio –, fährt mit den LS-Modellen besser. Wer ein HiFi-System aufbauen will, das mit ihm wächst, fährt mit den Alternativen besser.
Ein LS-480WD klingt deutlich besser, wenn er richtig steht. Drei Dinge machen den Unterschied:
Wer noch mehr aus dem System holen will, kann den Tonarm mit einem Pro-Ject Adjust it präzise einstellen. Klingt nach Detail, macht aber bei der Abtastung hörbar einen Unterschied.
Fassen wir zusammen, für wen welche Lösung die richtige ist:
| Wenn du... | Dann ist deine beste Wahl... |
|---|---|
| Vinyl und Streaming willst, ohne Kabel und Verstärker | Lenco LS-480WD oder LS-500OK |
| Platz sparen willst und trotzdem vier Lautsprecher | Lenco LS-410WA |
| später aufrüsten willst und Klang über alles stellst | Pro-Ject Debut III Esprit DC + Verstärker |
| dein bestehendes Sonos-System behalten willst | Lenco LS-480WD als Zweitsystem |
Was du nicht erwarten solltest: dass ein 374-€-System klingt wie ein 1.500-€-System. Was du erwarten kannst: ein Gerät, das aussieht wie ein Möbelstück, einfach zu bedienen ist, Bluetooth kann und deine Platten abspielt – jeden Tag. Und das ist am Ende genau das, was die meisten wirklich wollen.
Hinweis: Alle Preise und Bewertungen beziehen sich auf den aktuellen Stand des Shops zum 07.09.2026.
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